Der Boreout ist das Gegenteil des Burnout. Er besteht aus den folgenden Elementen:
- Unterforderung: Sie beschreibt das Gefühl, mehr leisten zu können, was von einem gefordert wird
- Langeweile: Hier geht es um Lustlosigkeit und Ratlosigkeit, weil man nicht weiss, was um Himmels willen man tun soll.
- Desinteresse: Beim Desinteresse steht die fehlende Identifikation mit der Arbeit im Vordergrund.
Damit verknüpft sind langfristig angelegte Verhaltensstrategien, die der Arbeitnehmer anwendet, um bei der Arbeit ausgelastet zu wirken und sich Arbeit vom Leibe zu halten.
Eine Unterscheidung ist wichtig: Boreout ist nicht gleich Faulheit. Boreout Betroffene sind nicht faul, sondern faul gemacht. Der Unterschied zwischen Faulheit und Unterforderung: Wer faul ist, will nicht arbeiten, auch wenn man ihn lässt. Wer unterfordert ist, will arbeiten, aber das Unternehmen lässt ihn nicht.
Der Boreout ist paradox
Die Vorstellung, es sei schön, bei der Arbeit nichts zu tun, ist popular. Die Wahrheit jedoch ist: Das Absitzen von Stunden, in denen man nichts zu tun hat und einfach auf den Feierabend wartet, ist der blanke Horror. Genau diese Unzufriedenheit halt der Arbeitnehmer jedoch – paradoxerweise – mit den Strategien am Leben. Diesen Strategien sind dabei keine kreativen Grenzen gesetzt.
Lesen Sie hier (17.8 kB) zwei Beispiele.
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