Der grosse Bluff: Wer in der heutigen Arbeitswelt nicht gestresst ist, ist nicht wichtig. Stress hat in Gesprächen mit Kollegen einen wesentlich höheren Unterhaltungswert als Unterforderung oder Langeweile. Und genau deshalb wird Stress heutzutage oftmals übertrieben dargestellt. Wer gibt schon gerne zu, bei der Arbeit unterfordert zu sein? Niemand! Und weil niemand darüber redet, meint man schnell, man sei der Einzige, der in einem solchen Schlamassel stecke. Dem ist aber mitnichten so, denn wenn man zahlreiche Umfragen etwas genauer betrachtet, merkt man bald, dass es nicht nur gestresste Arbeitnehmer gibt, sondern eben auch solche, die zu wenig zu tun haben, sich nicht mit der Arbeit identifizieren und sich langweilen. Jene eben, die einen Boreout haben.

 

 

Die Umfragen

  • In einer Studie, die in den USA bei mehr als 10’000 Arbeitnehmern durchgeführt wurde, gab ein Drittel der Befragten an, bei der Arbeit unterfordert zu sein. Arbeitnehmer erledigen im Schnitt während knapp zwei Stunden pro Tag – ohne offizielle Pausen – private Dinge am Arbeitsplatz.
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  • Gemäss einer Umfrage von Kelly Services findet mehr als ein Drittel der Schweizer, dass die private Internetnutzung während der Arbeitszeit gerechtfertigt sei. In einer weiteren Umfrage von Kelly Services gaben 10% der Befragten explizit an, bei der Arbeit unterfordert zu sein.
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  • Eine weitere Studie aus den USA, durchgeführt von Sirota, kommt ebenfalls zum Schluss, dass gelangweilte Arbeitnehmer ein weitaus grösseres Problem für Unternehmen sind als diejenigen, die angeben, gestresst zu sein.
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Gelangweilt?
Copyright © 2008 Philippe Rothlin & Peter R. Werder
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